Erläuterungen zum Strompreis

Was macht Ihren Strompreis aus

 

Die Zusammensetzung des  Strompreises

Der Strompreis wird mit rund 60 Prozent durch Steuern (Umsatz- und Stromsteuer), Abgaben (Konzessionsabgabe) und Umlagen (EEG- und KWKG-Umlage) belastet:

Grafik Strompreis EVI 2014

Die Umlage nach dem erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG)

Die EEG-Umlage wird nach klaren Vorgaben des Gesetzgebers von den deutschen Übertragungsnetzbetreibern ermittelt. Als zuständige Behörde überwacht die Bundesnetzagentur die Ermittlung, Festlegung und Veröffentlichung der EEG-Umlage. Die Energieversorger profitieren von dieser Umlage nicht, sondern reichen diese ausschließlich an die Kunden weiter. Die Endverbraucher bezahlen bundesweit einheitlich über einen Ausgleich immer nur für die prognostizierte Erzeugung aus Erneuerbaren Energien. In 2014 liegt die EEG-Umlage bei 6,24 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Erneuerbare Energien, gefördert nach dem EEG sind Wasserkraft, Windenergie (onshore / offshore), solare Strahlungsenergie in Form von PV-Anlagen und Solarthermie (Wärmegewinnung aus Sonnenenergie),  Geothermie (Wärmegewinnung aus der Erde), Energie aus Biomasse (nach Biomasseverordnung) einschließlich Biogas und Biomethan sowie Deponie-, Klärgas- und Grubengas.

Die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G)

Grundlage ist das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK-Gesetz. Mit der KWK-G-Umlage wird die Förderung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung in fossilen Kraftwerken unterstützt. Betreiber von KWK-Anlagen, die mit erneuerbaren Energien (Biogas oder Biomasse) betrieben werden, erhalten einen KWK-Bonus, der im Erneuerbare-Energien-Gesetz geregelt ist. Die KWK-Umlage ist ein Aufschlag auf den Strompreis pro verbrauchte Kilowattstunde. Ziel der Förderung ist es, die Stromerzeugung durch Kraft-Wärme-Kopplung zu fördern und auf diese Weise den Verbrauch an Primärenergieträgern und den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken. Bis 2020 soll die Technik auf einen Anteil von 25 Prozent an der Stromerzeugung kommen. Ebenso wie die EEG-Umlage wird die KWK-Umlage über die Betreiber der Übertragungsnetze verwaltet. Ihre Höhe wird immer für ein Jahr festgelegt. Die KWK-Umlage wird in 2014 von 0,126 Cent auf 0,178 Cent pro Kilowattstunde (kWh) steigen.

Die §19 Umlage, Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung

Grundsätzlich müssen die Endverbraucher, die Strom aus dem Stromnetz beziehen, Netzentgelte bezahlen. Große Stromabnehmer können sich auf Antrag bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) vollständig von Netzentgelten befreien lassen. Dies ist im Paragraph 19, Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) geregelt. Im Zuge der ENWGNovelle 2011 wurde eine für Industriekunden wichtige Regelung über individuelle Netzentgelte zum 01. Januar 2012 geändert. Voraussetzung für die Befreiung ist ein Jahresstromverbrauch von 10 Millionen kWh bei mindestens 7.000 Benutzungsstunden (von insgesamt 8.760 Jahresstunden, in Schaltjahren 8.784 Jahresstunden) an einer Abnahmestelle. In 2014 liegt die §19-Umlage bei 0,092 Cent pro Kilowattstunde (kWh).

Die Offshore-Umlage

Mit der „Offshore-Umlage" sollen Investitionsrisiken beim Ausbau der Stromerzeugung aus Offshore-Windparks (OWP) gemildert werden, so dass die Netzinfrastruktur und die OWP entstehen können. Die Offshore-Umlage beträgt 0,25 Cent pro Kilowattstunde und wurde erstmalig zum 01.01.2013 erhoben. Windparks können im Binnenland (onshore), an der Küste (nearshore) oder in erheblichem Abstand von der Küste auf See (offshore) gebaut werden.

Die Netznutzungsentgelte

Das Netznutzungsentgelt sind Kosten, die der Netznutzer für die Inanspruchnahme der Netznutzung zur Netzdurchleitung von Strom und Gas durch den Netzbetreiber in Rechnung gestellt bekommt.

Konzessionsabgabe

Die Konzessionsabgabe ist eine Zahlung, die ein Energieversorgungsunternehmen (EVU) an einen öffentlich-rechtlichen Rechtsträger (Stadt, Gemeinde, etc.) leisten muss, um die Wege und Straßen von Städten und Gemeinden für die Verlegung der  Versorgungsleitungen zu nutzen. Es wird dazu ein Konzessionsvertrag geschlossen. Die Konzessionsabgabe wird über das EVU an den Endverbraucher weitergereicht und stellt einen Teil des Energiepreises dar.

Die Stromsteuer

Die Stromsteuer, auch als Ökosteuer bekannt, ist eine indirekte Verbrauchersteuer und wird auf den elektrischen Strom erhoben. Die Grundlage der Stromsteuer ist das Stromsteuergesetz (StromStG) sowie auch die Stromsteuer-Durchführungsverordnung (StromStV). Der Steuersatz liegt derzeit bei 2,05 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Die Stromsteuer wird weiterhin zu 100 % als Einnahme zur Senkung und Stabilisierung der Rentenversicherungsbeiträge verwendet.

Die Umlage für abschaltbare Lasten nach §18 AbLaV

Seit dem 01.01.2014 ein weiterer Bestandteil des Strompreises. Um die Versorgungssicherheit im Stromnetz zu gewährleisten, sollen große Stromverbraucher bei "Blackout-Gefahr" ihre Last vorübergehend abschalten. Dafür wird ihnen eine Entschädigung von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) gezahlt. Die Kosten, die den ÜNB entstehen, werden mit der "Abschalt-Umlage" an den Endverbraucher weitergegeben. In 2014 liegt die AbLaV-Umlage bei 0,09 Cent pro Kilowattstunden (kWh).

Die Mehrwertsteuer (MwSt. - 19%)

Die Mehrwertsteuer (oder auch Umsatzsteuer) wird auf den Stromverbrauch/-lieferung, auf bestimmte Umlagen (KWK-Umlage) und Abgaben (Konzessionsabgabe) sowie auch die EEG-Umlage erhoben.

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