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Erhöhung der Strompreise zum 1. März 2012

 

16. Januar 2012

Die EVI Energieversorgung Hildesheim erhöht zum 1. März den Strompreis in der Stadt Hildesheim um netto 1,0 Cent pro kWh (brutto 1,19 Cent pro Kilowattstunde) und im Landkreis Hildesheim um netto 1,25 Cent pro kWh (brutto 1,49 Cent pro Kilowattstunde). Das entspricht einer Steigerung von rund 4,6 Prozent in der Stadt und 6,0 Prozent im Landkreis Hildesheim. Der Grundpreis bleibt unverändert.

Die Strompreise der EVI in der Stadt Hildesheim sind seit Januar 2011 konstant geblieben. Im Landkreis seit März 2010.

Hildesheimer Haushalte, mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2000 Kilowattstunden, sollten für die Mehrbelastungen 1,98 Euro brutto im Monat zusätzlich einplanen (bei 45 Euro Stromkosten insgesamt pro Monat im Jahr 2011).

Die Preissteigerung hat verschiedene Ursachen: Die Nuklearkatastrophe in Fukushima hat die Beschaffungspreise auf den Handelsmärkten ansteigen lassen. „Wir können dem gestiegenen Kostendruck nicht länger standhalten", sagt Michael Bosse-Arbogast, der Kaufmännischer Geschäftsführer der  EVI. Dazu kommt noch die Erhöhung der EEG-Umlage von 3,53 Cent pro Kilowattstunde auf 3,592 Cent pro Kilowattstunde seit Jahresanfang und die Sonderumlage in Höhe von 0,15 Cent pro Kilowattstunde, die auch ab dem 1. Januar 2012 gilt. Bosse-Arbogast: „Die gute Nachricht allerdings ist, dass die EVI gemeinsam  mit 117 anderen Stadtwerken auf dem juristischen Weg erreicht hat, dass die Sonderumlage, die durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) erhoben wird, nun wesentlich geringer ausfällt, als ursprünglich angedacht." Die BNetzA  hat Ende des Jahres 2011 entschieden, dass sich die Umlage von geplant 0,46 auf 0,15 Cent pro Kilowattstunde vermindert. Die Bundesnetzagentur hatte beabsichtigt, durch die Sonderumlage 1,1 Milliarden Euro auf Privatkunden und kleinere Betriebe zu verteilen. Letztendlich sind es noch 440 Millionen Euro. *

Bosse-Arbogast: „Allerdings zeigen uns die steigenden Strompreise einmal mehr, wie wichtig Energiesparen ist. In unserem Energieberatungszentrum Hildesheim (ebz) verfügen wir über ein umfangreiches Beratungsangebot, um unseren Privat- und Geschäftskunden ganz individuell Einsparpotenziale aufzuzeigen."  Zudem bietet die EVI - übrigens als einer der ersten Energieversorger in Deutschland überhaupt - einen Energiesparshop im Internet an. Auch in den Kundencentern am Römerring und im Almstor werden Energiespar-Produkte angeboten. Im Kundencenter Almstor finden von Januar bis Februar 2012 die Stromsparwochen statt, in denen vergünstigte Stromsparprodukte angeboten werden.

EVI Strompreisentwicklung

 

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hatte Ende November 2011 die Festlegung einer sogenannten Sonderkundenumlage nach Paragraf 19, Absatz 2 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) angekündigt. Demnach sollten laut Beschlussentwurf der Bundesnetzagentur energieintensive Industrieunternehmen, die jährlich mindestens 7.000 Benutzungsstunden aufweisen und mehr als zehn Gigawattstunden verbrauchen, von Netzentgelten befreit werden. Damit sollte die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen trotz des zu erwartenden Anstiegs der Energiekosten gesichert werden. Die Kosten würden dann vor allem durch kleine Unternehmen und den Endverbraucher getragen. Die BNetzA prüfte zu dem Zeitpunkt, ab wann diese Sonderumlage gelten sollte. Geplant war eine rückwirkende Einführung mit Gültigkeit ab Januar 2011.