von Bastian Neumann 01.04.2015 0

Die EVI gewinnt dank ReMeGe Strom aus Regentropfen

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Bei der Pressemeldung der EVI Energieversorgung Hildesheim vom 01. April 2015 mit dem Titel "Die EVI gewinnt Strom aus Regentropfen" handelt es sich um einen Aprilscherz. Der kaufmännische Geschäftsführer der EVI, Michael Bosse-Arbogast sagt dazu: "Niemand hat die Absicht einen Regen-Membran-Generator zu entwickeln."

Hier noch einmal die Meldung:

Die EVI Energieversorgung Hildesheim erforscht derzeit eine neue Art der Energieerzeugung: Stromgewinnung  aus Regentropfen. Dabei handelt es sich um ein neues Verfahren, das bei der EVI seit dem 1. April 2014 erfolgreich getestet wird. 

Das Unternehmen nutzt hier die kinetische Energie, die beim Aufprall von Regentropfen freigesetzt wird. Regentropfen die vom Himmel fallen, haben in der Regel eine Fallgeschwindigkeit zwischen 1 und 8 Meter pro Sekunde. Die EVI macht diese Energie mithilfe eines eigenentwickelten Regen-Membran-Generators (ReMeGe) nutzbar.

Die Aufprallenergie der Regentropfen wird über Membranen aufgefangen. Die Membranschwingungen werden an einen Generator übertragen, der dann die elektrische Energie produziert. Das Problem dabei: Die Fallgeschwindigkeiten der Regentropfen variieren, weil fallende Tropfen durch Strömungskräfte verformt werden. Dem Effekt begegnet die EVI durch Fläche. Eine mit den feinen Membranen unterlegte Testfläche befindet sich derzeit auf dem Gelände der Stadtwerke zwischen dem Holzhackschnitzelheizkraftwerk und dem gemeinsamen Busdepot des SVHI und RVHI. Besonders wichtig ist dabei die Temperatur der Regentropfen. „Ideal sind 4 Grad Celsius, denn da hat das Wasser die höchste Dichte“. erklärt der Technische Geschäftsführer der EVI, Wolfgang Birkenbusch.

Der kaufmännische Geschäftsführer der EVI, Michael Bosse-Arbogast, sieht ein enormes Potenzial in der neuen Technik: „Das ist eine völlig neue Art der Wasserkraftnutzung! Bei erfolgreichem Verlauf der Projektphase ist die Markteinführung für den 01. April 2016 vorgesehen. Wir wünschen uns nun einen kalten, regenreichen Sommer, damit wir die Anlage weiter testen und optimieren können.“

Auf die Frage wie der Regen-Membran-Generator genau im Detail  funktioniert, reagiert Wolfgang Birkenbusch geheimnisvoll: „Er funktioniert sehr gut.“ Verständlich, das sich die Hildesheimer hier noch nicht in die Karten schauen lassen wollen, denn die EVI hat das Patent für den ReMeGe gerade erst beantragt.

Beide EVI-Geschäftsführer sind erfreut über die Neuentwicklung: „Das Prinzip ist ja recht simpel und bietet sehr viele Vorteile, weil wir hier CO2-neutral und günstig Strom erzeugen können. Ein Nachteil ist natürlich die schlechte Vorhersehbarkeit von Regentagen, aber bei der Vorhersehbarkeit von Sonnentagen haben wir ja bei Photovoltaik-Anlagen ein ähnliches Problem, weshalb sich beide Techniken gut ergänzen“, erzählt Birkenbusch. 

Da die Verteilung der Regentropfen pro Quadratmeter sehr unterschiedlich ausfällt, variiert auch hier die Energieausbeute. „Solche Anlagen eignen sich besonders für Großflächen, wie Parkplätze, Golf- und Fußballplätze“, sagt Bosse-Arbogast und ergänzt: „wir prüfen selbstverständlich auch die Nutzungsmöglichkeiten unseres Marktplatzes und verschiedener landwirtschaftlich genutzter Areale.“  

Ganz ausgereift ist das Ganze aber noch nicht, denn bei Hagel ist die Energieausbeute aufgrund der höheren Aufprallgeschwindigkeit zwar höher, beschädigt aber die feinen Membranen der Anlage. Und, Schnee ist zu weich. Die Entwicklung eines Schnee-Membran-Generators (SchMeGe) konnte aufgrund des schneearmen Winters bisher nicht erfolgen.  

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