Hi2025 - Die EVI fördert Forschungsreise in die Region

(vom 09.03.2020)

Das Netzwerk Kultur & Heimat holt mit dem Projektbüro KULTURHAUPTSTADT Hi2025 zehn internationale Expertinnen/Experten nach Hildesheim. Im „Province Lab“ soll erforscht werden, auf welchen Wegen sich die Region Hildesheim zur Kulturregion entwickeln kann. Die EVI fördert diesen spannenden Dialog.

Hildesheim möchte mehr als Kulturhauptstadt Europas 2025 werden. Die Bewerbung „Rüben, Rosen und der Sinn des Lebens“, die es im Dezember 2019 auf die Shortlist geschafft hat, bezieht die gesamte Region mit ein. Eine Kulturregion soll entwickelt werden. Aber wie? Um einfallsreiche Antworten zu finden, kommen vom 10. bis 14. März Experten aus zehn EU-Ländern in einem „Province Lab“ des Netzwerks Kultur & Heimat zusammen.

Die Provinz als Forschungslabor

Im „Province Lab“ geht es darum, welche Erfahrungen verschiedene Akteure mit Arbeit, Leben und Kultur in der Peripherie gemacht haben. „Wir wollen erforschen, wie die Provinz in den unterschiedlichsten Winkeln der Welt aussieht und wie sie das kulturelle Leben beeinflusst“, sagt Sabine Zimmermann, Geschäftsführerin des Netzwerks Kultur & Heimat. „Deshalb stoßen wir einen alltagsnahen Austausch an“, ergänzt Thomas Harling, Leiter des Projektbüros Hi2025. „Wir bringen Experten aus ländlichen Regionen Europas mit Bewohnern des Landkreises Hildesheim zusammen. Gemeinsam erforschen sie, welche Chancen und Herausforderungen ein Leben abseits der großen Städte bietet.“

Dörfer beackern mit Kunst und Kultur

Die internationalen Gäste stammen aus ganz unterschiedlichen Bereichen – etwa Philosophie, Landwirtschaft oder den freien Künsten. Sie werden mit ausgesuchten „Partnerinnen und Partnern“ aus der Region Hildesheim zusammenkommen, um drei Tage lang gemeinsam jeweils an einer bestimmten Herausforderung zu arbeiten. So wird die schottische Lokalaktivistin Christine Sell
mit Dorfbewohnern in Freden untersuchen, wie sich mit Kunst und Kultur Dörfer beleben und Leerstände auflösen lassen. Und Igor F. Petković – Philosoph, Künstler und Kulturwissenschaftler aus Graz – wird im Holler Ortsteil Henneckenrode gemeinsam mit der Ortsbeauftragten Petra Senholdt Pläne aushecken, um mit künstlerischen Interventionen auf dem flachen Land eingetretene Pfade umzupflügen.

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