Mackensenareal: Erschließung für attraktives Wohnquartier beginnt

(vom 04.08.2017)

Auf den Flächen der ehemaligen Mackensen-Kaserne an der Senator-Braun-Allee haben die Erschließungsarbeiten begonnen.

Spatenstich auf dem Mackensen-Gelände

„Damit nimmt eines der größten und wichtigsten Stadtentwicklungsprojekte Hildesheims nunmehr Gestalt an“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer im Rahmen des symbolischen Ersten Spatenstichs, den er gemeinsam mit Dr. Erwin Voß (Vorstand Stadtentwässerung Hildesheim SEHI), Michael Bosse-Arbogast (Geschäftsführer EVI Energieversorgung Hildesheim), Sandra Brouër (Fachbereichsleiterin Stadtplanung und -entwicklung), André Köhler (Projektleiter ARGE STRABAG) und Polier Lutz Ganzer (ARGE STRABAG) vornahm. „Wir schaffen hier in Kooperation mit den Wohnungsbaugesellschaften auf knapp zwölf Hektar Fläche innenstadtnah Wohnraum für rund 1.200 Menschen, der angesichts steigender Einwohnerzahlen und der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt dringend benötigt wird. Die Einzelhandels- und Dienstleistungsangebote, die in der Nähe befindlichen Geschäfte, Schulen, Kindergärten, das Helios Klinikum sowie andere öffentliche Einrichtungen und nicht zuletzt die direkte Anbindung an den Stadtbusverkehr und die Nähe zu B6 und Autobahn, werden dafür sorgen, dass hier ein Quartier entsteht, das generationenübergreifend attraktiv ist.“

Auch Dr. Erwin Voß (Vorstand der SEHI) ist von der Bedeutung der Entwicklung des Areals überzeugt: „Die Stadtentwässerung Hildesheim (SEHi) begrüßt die Umnutzung des ehemaligen Mackensengeländes und freut sich über die positive Einwohnerzahlentwicklung in Hildesheim, die sich durch die Schaffung von neuem attraktivem Wohnraum auf dem ehemaligen Mackensengelände ergibt. Für die SEHi heißt das bis zu 650 neue Kunden, für die wir die Beseitigung von Schmutz- und Niederschlagswasser verantwortungsvoll, nachhaltig und wirtschaftlich übernehmen. Mit dem auf dem Gelände erforderlichen Regenrückhaltesystem werden wir eine Verbindung aus technischem Bauwerk und gestalterischem Grünelement schaffen. Die Anbindung des Geländes erfolgt sowohl für Niederschlagswasser als auch für Schmutzwasser über die Frankenstraße.“

Michael Bosse-Arbogast, kaufmännischer Geschäftsführer der EVI, ist überzeugt: „Mit Blick auf die Energie- und Wärmeversorgung und die Mobilität haben wir hier die riesen Chance, in Hildesheim ein hochmodernes und umweltverträgliches Wohnquartier entstehen zu lassen. Unsere Fernwärme ist Co2-neutral und erfüllt die höchsten Standards. Außerdem können hier E-Mobilitätskonzepte und sogar die Möglichkeit des Car-Sharings von Anfang an mit in die Überlegungen einbezogen werden. Das Mackensenareal hat das Potential, für die Zukunft Hildesheims zu stehen! Die EVI hat bereits im Rahmen der Baumaßnahmen der Stadt in der Frankenstraße mit dem Bau der Leitungstrasse, die etwa zwei Kilometer lang wird, begonnen. Die Zusammenarbeit klappt prima! In die Trasse legen wir etwa zehn Kilometer Leitungen, wie zum Beispiel Wasser, LWL, Fernwärme  und Strom.“

Zeitschiene

Zunächst werden Entwässerungsleitungen an das Kanalnetz angeschlossen und von dort abschnittweise nach Süden verlegt. Dabei wird die gemeinsam von der Stadtentwässerung und der Stadt Hildesheim beauftragte Strabag AG in einem ersten Bauabschnitt auf etwa zwei Dritteln des Gesamtareals die vorhandene Infrastruktur des ehemaligen Kasernenstandorts abbrechen, die Entwässerungsleitungen verlegen und die Baustraßen herstellen. Die ersten Baufelder im Norden des Quartiers können etwa ab August 2018 für den Hochbau

freigegeben werden. Die Erschließung der restlichen Flächen im Süden wird in einem weiteren Schritt ausgeschrieben und beauftragt. Parallel werden die im Frühjahr 2017 begonnenen Rückbauarbeiten an dem Kantinen- und dem Mannschaftsgebäude voraussichtlich bis August fortgesetzt. Die zwei an der Senator-Braun-Allee verbliebenen ehemaligen Unterkunftsgebäude sollen erhalten werden. Im Herbst soll dann im Rahmen einer Auftaktveranstaltung mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden. Die Vergabe erfolgt zu Festpreisen und auf Grundlage einer Vermarktungsrichtlinie. Hierzu wird die Stadt Anfang September 2017 weitere Informationen veröffentlichen.

Die wesentlichen Elemente des in einem Ideenwettbewerb entwickelten städtebaulichen Konzeptes sind der zentrale Quartiersplatz sowie das grüne Landschaftsfenster. Die überwiegend neuen Wohngebäude mit zwischen drei und vier Vollgeschossen gruppieren sich überwiegend um große gemeinschaftliche Innenhöfe, die den Bewohnern private wie auch gemeinsam nutzbare Freiflächen bieten. Es werden vielfältige Wohnangebote geschaffen in Form von Reihenhäusern sowie Miet- und Eigentumswohnungen im Geschosswohnungsbau. Auch Sonderformen, wie zum Beispiel Baugruppen, gemeinschaftliches Wohnen, Mehrgenerationenwohnen und betreutes Wohnen sind möglich. Insgesamt sollen etwa bis zu 650 neue Wohnungen entstehen.

Für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers wird auch noch ein passender Name gesucht, der jenseits der vergangenen, rein militärischen Nutzung Bezug auf die künftige zivile Nutzung als lebendiges und vielfältiges Hildesheimer Stadtquartier nimmt. Um vor diesem Hintergrund eine Identifikation der späteren Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch der Hildesheimer Bürgerschaft zu fördern, soll es einen Namens­wettbewerb, bei dem alle Bürgerinnen und Bürger Vorschläge für den zukünftigen Namen des Stadtquartiers einreichen können, geben. Ein Auswahlgremium, das mit Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Politik und Planung besetzt wird, soll aus den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger Empfehlungen für die Entscheidung des Rates erarbeiten. Weitere Informationen dazu folgen.

Allgemeine Informationen zum neuen Wohnquartier mit Ansprechpartnerinnen und partnern sind bereits unter www.hildesheim.de/neues_Stadtquartier_Mackensen erhältlich. Die Seite wird sukzessive um Informationen ergänzt.

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