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Die EVI investiert rund drei Millionen Euro in die moderne Nahwärmeversorgung in Hildesheim Drispenstedt

(vom 01.10.2015)

Die EVI Energieversorgung Hildesheim modernisiert gemeinsam mit der gemeinnützigen Baugesellschaft gbg einen großen Teil der Wärmeversorgung in Hildesheim Drispenstedt.

Dabei geht es um mehrere gbg-Wohnblöcke aus den sechziger und siebziger Jahren im Bereich der Ehrlicherstraße, die nach und nach eine moderne und energiesparende Nahwärmeversorgung erhalten. Insgesamt investiert die EVI rund drei Millionen Euro in den Ausbau der Nahwärmeversorgung für Drispenstedt.

Die EVI erweitert folglich die Nahwärmenetze in Drispenstedt. Hintergrund ist eine Steigerung der Energieeffizienz der Heizungsanlagen in dem seit 1998 unterbrechungsfrei von Nahwärmenetzen versorgtem Wohnquartier. Diese Netze werden nun modernisiert und vereinheitlicht, so dass es ein Netz mit einer Energiezentrale geben wird.

Illustration des Wärmespeichers am Tag
(Foto und Entwurf: pape + pape)

Die Energiezentrale bildet das Kernstück der modernisierten Versorgung und befindet sich in der Ehrlicherstraße 18. Anfang Mai wurden bereits alte Kraftwerkskomponenten entfernt. Im August wurde dann ein neues, erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) geliefert, dessen Inbetriebnahme für Anfang des Jahres 2016 angestrebt wird. Das BHKW hat eine elektrische und thermische Leistung von je zwei MW und zeichnet sich durch einen besonders hohen Gesamtwirkungsgrad von 88,5 Prozent aus. Bis Mitte 2016 sind Tiefbau- und Installationsunternehmen noch im Auftrag der EVI damit beschäftigt, Wärmeleitungen in die Häuser zu verlegen und diese teilweise zu sanieren.

In den Heizungskellern der neu angeschlossenen Häuser stehen statt der bisherigen Gaskessel dann kompakte Haus-Übergabestationen. In diesen Stationen wird das heiße Wasser aus den Wärmeleitungen über Wärmetauscher an die Heizungs- und Warmwasserkreisläufe der Häuser übergeben und von dort in die Wohnungen geleitet.

Die neuen Anlagen sollen das Wohnquartier umweltschonend und effizient mit Wärme und Warmwasser versorgen und obendrein Strom erzeugen. Das Ziel der Maßnahme ist die maximale Flexibilisierung der Energieversorgung, das heißt Strom und Wärme werden dann erzeugt, wenn Bedarf besteht. Um das Höchstmaß an Flexibilität zu erreichen, ist es notwendig, einen Wärmespeicher mit in Betrieb zu nehmen, damit nicht benötigte Wärme die bei der Stromproduktion anfällt, für spätere Verwendungszwecke gespeichert werden kann. Der Wärmespeicher hat ein Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern Wasser und wird im näheren Umfeld der Energiezentrale in der Parkanlage hinter der Jordanstraße errichtet. Die EVI hat dazu gemeinsam mit der gbg, der Stadtplanung und dem Ortsrat Drispenstedt einen Workshop durchgeführt, um den Belangen der Beteiligten Rechnung zu tragen und das neue Bauwerk dann gut in das bestehende Umfeld zu integrieren.

Wärmespeicher bei Nacht
(Foto und Entwurf: pape + pape)

Im Anschluss an diese Baumaßnahmen werden seitens der EVI noch weitere Maßnahmen ergriffen, um hier ein höchstes Maß an Effizienz zu erreichen. Diese Maßnahmen gehen jedoch nur in Kombination mit der energetischen Sanierung der Wohneinheiten.

„Solche Lösungen – nicht für Neubauten, sondern gerade auch für bestehende Wohnungen – sind besonders wichtig für das Gelingen der Energiewende, denn diese Bestandsbauten werden noch viele Jahrzehnte genutzt werden. Hier liegt in Deutschland das mit Abstand größte Energieeinsparpotenzial im Wärmebereich. Wir haben hier also ein Musterbeispiel für die energetisch effiziente Nutzung von Bestandsbauten. Und es zeigt, wie sinnvoll es ist, wenn Energieversorger und Stadtwerke gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft, wie hier die EVI und die gbg, branchenübergreifend und partnerschaftlich auf diesem Gebiet aktiv werden.“ erläutert der kaufmännische Geschäftsführer der EVI, Michael Bosse-Arbogast.

Die Fotos und Entwürfe des Wärmespeichers stammen vom Architekturbüro pape + pape. Die Pressemeldung der gbg zu diesem Thema finden Sie hier als PDF-Datei (20 KB) zum Herunterladen.

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