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Hildesheim wird bei den EVI Lichtungen zur Kunstmeile

(vom 14.12.2017)

Internationale Künstler verwandeln Fassaden und Räume in zeitgenössische Lichtkunst – Komplizen vermitteln Bedeutung der Installationen – Begleitende Konferenz an der HAWK

Zu einer völlig neuen Sichtweise auf vertraute Orte und zum Erkunden versteckter Ecken im Stadtbild führen die EVI Lichtungen. Das internationale Lichtkunstprojekt findet bereits zum zweiten Mal statt und verwandelt den öffentlichen Raum in eine außergewöhnliche Kunstmeile. Von 25. bis 28. Januar wird eine Vielzahl von künstlerischen Installationen an 35 Orten zu erleben sein. Das Leitmotiv ist in diesem Jahr das Zusammenspiel von Licht als Material, Medium und Metapher in Kunst, Philosophie und Religion. Veranstalter der EVI Lichtungen ist der eingetragene Verein Internationale Kunstprojekte Hildesheim, Organisation und Durchführung liegen in den Händen der Hildesheim Marketing GmbH.

 

Bringen Hildesheim zum Leuchten (vlnr): Der Geschäftsführer von Hildesheim Marketing Boris Böcker, EVI Lichtungen-Projektleiter Klaus Wilhelm, die künstlerische Leiterin Bettina Pelz, der kaufmännische EVI-Geschäftsführer Michael-Bosse-Arbogast und Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer.

Dass die Stadt erneut Schauplatz für zeitgenössische Lichtkunst sein kann, ist zahlreichen Sponsoren, Unterstützern und Förderern zu verdanken – allen voran der EVI Energieversorgung Hildesheim, die als Titelsponsor den Grundstein für die zweite Auflage legte. Michael Bosse-Arbogast, der kaufmännische Geschäftsführer der EVI, sagt dazu: „Die EVI Lichtungen sorgen für einen neuen Blick auf Hildesheim. Ich erinnere mich an die Begeisterung der Menschen und die unvergleichliche Stimmung beim letzten Mal. Wir versprechen uns von den EVI Lichtungen eine Belebung unserer Stadt während der Veranstaltung und auch darüber hinaus, von der alle profitieren können.“ Er ergänzt: „Ich freue mich besonders, dass gleich zwei Gebäude, die direkt mit Energie und Wasser in Verbindung stehen, in den Lichtparcours eingebunden sind, und bin besonders gespannt auf die Installationen für das Wasserkraftwerk am Johanniswehr und an unserem Gebäude am Römerring.“

Weitere zentrale Säulen der Finanzierung sind die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine als Premiumsponsor sowie die Friedrich Weinhagen Stiftung und die Klosterkammer Hannover. Für Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer ist das Engagement dieser sowie zahlreicher weiterer Geldgeber nicht selbstverständlich: „Nur, wenn viele engagierte Partner an einem Strang ziehen, kann solch ein Projekt wie die EVI Lichtungen realisiert werden. Uns freut es sehr, dass wir nun zum zweiten Mal ein Kunstereignis mit überregionaler Strahlkraft erleben können. Im Kontext der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 ist das Lichtkunstfest auch als Leitprojekt zu verstehen, das beispielhaft für das Potenzial unserer kulturellen Vielfalt steht“.

Die Besucher erwarten vier außergewöhnliche Nächte, in denen sie die Stadt in einem gänzlich anderen Licht betrachten und sich mit den Installationen auseinandersetzen können. So gilt Dr. Meyers Dank auch dem Projektteam, das hinter den EVI Lichtungen steht. Der künstlerischen Leiterin Bettina Pelz, die als Kuratorin international tätig ist, und dem Kurator & Projektleiter Klaus Wilhelm von Hildesheim Marketing sei es gelungen, eine wiederum einzigartige Ausstellung zu entwickeln.

„Eine Besonderheit des Lichtkunstfestes ist es, dass weite Teile der Stadt zum Ausstellungsraum werden. Unter den 35 Orten befinden sich bekannte Bauwerke wie unsere Welterbestätten und zentrale Kirchenbauten, aber auch versteckte Orte wie der Jüdische Friedhof in der Oststadt“, so Projektleiter Klaus Wilhelm. Die Ruhestätte in der Teichstraße zählt ebenso zu den neuen Kunststandorten wie etwa das Quartier Moritzberg mit der Kirche St. Mauritius und der Gelben Schule, das Berghölzchen, die Firmenzentrale des Beamten-Wohnungs-Vereins, die Galerie im Stammelbachspeicher, das St. Bernward Krankenhaus oder das Parkhaus Rose.

Künstler

„EVI Lichtungen experimentieren mit neuen Formaten für künstlerische Artikulation im öffentlichen Raum und reflektieren den kulturgeschichtlichen Wandel, in dem sich – im Zuge der Digitalisierung – das Verhältnis zum Bild verändert“, erklärt die künstlerische Leiterin Bettina Pelz.

Mehr als 30 Künstler unterschiedlicher Nationen – unter anderem aus Tunesien, Israel, Deutschland, Polen und den USA – treten in dem dezentralen Ausstellungsprojekt mit etwa 35 Arbeiten in Dialog mit signifikanten Orten und Räumen. Fassaden werden zu Leinwänden, Innenräume zu Reibungsflächen zeitgenössischer Kunst. Das Spektrum ihrer Auseinandersetzung mit dem Leitmotiv an ihrem Präsentationsort ist groß. Die räumlich größte Dimension wird die 360-Grad-Projektion von Robert Sochacki haben. Der polnische Künstler hat für den historischen Marktplatz einzelne visuelle Elemente geschaffen, mit denen er Geschichten erzählt. In der Heilig Kreuz Kirche wird Christine Sciulli aus den USA ausstellen. Sie zeigt eine ortsspezifische Installation, in der eine Projektion und eine wolkenhafte Skulptur mit dem Raum verschmelzen werden.

Bojana Petkovic (Deutschland) setzt hingegen auf Töne in Verbindung mit Licht. Ihre Arbeit „swamp orchestra“ (Sumpforchester) wird sie im Untergeschoss des Dommuseums installieren, wo die alte Stadtmauer Hildesheims zu sehen ist. Sie beschreibt ihr Werk als „interaktive Soundinstallation, die ein spezifisches Sound-Ökosystem kreiert und die Bereiche vom Natürlichen und Künstlichen erkundet“.

Komplizen

Wer die EVI Lichtungen besucht, kann Lichtkunst in einer außergewöhnlichen Weise erleben. Der Interpretation der Kunstwerke können sich Besucher ganz alleine stellen, sie können sich aber auch einem Komplizen anvertrauen: An jedem Ort helfen speziell geschulte ehrenamtliche Publikumsbegleiter dabei, die Kunstwerke zu begreifen.

Vernetzung und Kooperation

Die Organisatoren haben das Ausstellungsprojekt mit zahlreichen Institutionen vernetzt. So sind das Roemer- und Pelizaeusmuseum sowie das Dommuseum nicht nur Kunststandorte, sondern sie unterstützen auch in der Umsetzung. Ebenso eingebunden sind der Kunstraum 53, die Galerie im Stammelbachspeicher und der Kunstverein im Kehrwiederturm. Die beiden Hochschulen sind ebenfalls Teil der EVI Lichtungen: Sowohl an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, als auch an der Stiftung Universität Hildesheim fanden Seminare statt. Aus dem HAWK-Studiengang Lighting Design sind zum einem Arbeiten für das Projekt entstanden, zum anderen profitieren die Organisatoren vom technischen Know-how und der Leihgabe von Technik.

Durch weitere Kooperationen wurden Programme entwickelt, die im Vorfeld der EVI Lichtungen rund um Standorte für Kunstwerke stattfinden. Vorträge und Künstlergespräche werden in St. Andreas angeboten, ein Lichtblick-Spaziergang ist für St. Godehard geplant und Bewohner des Michaelisquartiers werden sich etwa auf Spurensuche unter dem Thema „Licht im Viertel“ begeben.

Internationale Konferenz an der HAWK

Parallel zur Ausstellung findet am 26. und 27. Januar jeweils von 14 bis 18 Uhr eine internationale Konferenz an der HAWK statt, die Produzenten, Künstler, Kuratoren und Wissenschaftler zusammenbringt. Im Mittelpunkt des transdisziplinären Dialogs steht die Frage nach der Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum für gesellschaftspolitische und soziokulturelle Entwicklungen. Dabei geht es u. a. um Hildesheim als europäische Stadt in Geschichte und Gegenwart. Die Konferenz ist öffentlich und beitragsfrei, jedoch ist eine Anmeldung unter hub@evilichtungen.de notwendig. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Öffngszeiten und Gastronomie

Die EVI Lichtungen finden vom 25. bis 28. Januar 2018 jeweils von 18 bis 23 Uhr statt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Im Literaturhaus St. Jakobi können sich Besucher zwischendurch bei Getränken und Snacks aufwärmen.

Die Standorte verteilen sich entlang des Welterbebandes auf verschiedenen Routen. Daran anliegende Partnergastronomen haben sich ganz auf die Besucher des Lichtkunstfests eingestellt und ihre Öffnungszeiten angepasst. Diese Partnerbetriebe sind mit einem Hinweis deutlich gekennzeichnet.

Weitere Informationen

Kurz vor dem Festival wird ein Programmheft mit einer Übersichtskarte und Erläuterungen zu Künstlern und Kunstwerken erscheinen. Außerdem sind dort die barrierefrei zugänglichen Standorte ausgewiesen. Detaillierte Informationen gibt es bereits jetzt unter www.evilichtungen.de.

Sponsoren, Förderer und Unterstützer

Titelsponsor von EVI LICHTUNGEN – Internationale Licht Kunst Biennale Hildesheim ist die EVI Energieversorgung Hildesheim GmbH & Co. KG. Premiumsponsor ist die Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, Hauptsponsoren sind der Beamten-Wohnungs-Verein zu Hildesheim eG, die St. Bernward Krankenhaus GmbH sowie die VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und die Volksbank eG Hildesheim-Lehrte-Pattensen. Sponsor ist die Hildesheimer Allgemeine Zeitung. Förderer sind die Friedrich Weinhagen Stiftung, die Klosterkammer Hannover, der Landschaftsverband Hildesheim e. V., die Hanns-Lilje-Stiftung, die Kulturstiftung der Sparkasse Hildesheim und die Stammelbach Bau & Wohnwelten, Karl Krüger GmbH & Co.KG. Außerdem werden die EVI LICHTUNGEN unterstützt vom ZAH Zweckverband Abfallwirtschaft Hildesheim. Die Arbeit von Tim Etchells im Kreuzgang des Doms wurde von der Stiftung Niedersachsen ermöglicht.

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