Paar beim Frühstück

Weil wir mit Ihnen
den Tag begrüßen.

08.11.2011 0

Die EVI und Niedersächsische Landesforsten zeigen Energieholzernte für das neue Holzheizkraftwerk in Hildesheim

Baumfällergerät

Wo kommt das Holz für das neue Holzheizkraftwerk auf dem Gelände der Stadtwerke Hildesheim her? Diese Frage beantworteten die EVI Energieversorgung Hildesheim gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten am 03.11. in Grünenplan und Hildesheim. Geladene Pressevertreter und Fachjournalisten besichtigten gemeinsam verschiedene Orte im Revier der Niedersächsischen Landesforsten, an denen die so genannten Holzhackschnitzel geerntet werden.

Mitarbeiter im Holzheizkraftwerk

Im Vorfeld waren Gerüchte aufgekommen, der Holzbedarf des neuen Kraftwerkes könne zu einer Verknappung der Holzbestände oder zu steigenden Holzpreisen führen.

Forstamtsleiter Heinz-Hermann Bruns und seine Mitarbeiter Norbert Müller und Christian Lange zeigten vor Ort wie und wo das Holz für das neue Kraftwerk geerntet wird. Das genutzte Holz wird aus Waldresthölzern, wie zum Beispiel dünnen Stämmen oder  Baumkronen an Straßen und Waldwegen gewonnen. „Das Holz, das wir nach Hildesheim liefern, macht mit nur einem halben Prozent einen sehr geringen Anteil des Gesamtholzeinschlags der Niedersächsischen Landesforsten aus.“ erklärte Bruns den anwesenden Journalisten.

Norbert Müller, stellvertretender Forstamtsleiter des Forstamtes Grünenplan machte deutlich, dass sich diese Resthölzer hervorragend zur Verarbeitung zu Holzhackschnitzeln eignen, da es sich nicht um Nutzholz handelt, dass einer anderen Verwertungskette, beispielsweise der holzverarbeitenden Industrie zugeführt werden kann. „Was wir ins Heizkraftwerk schicken, ist das, was andere nicht wollen.“ sagte Forstamtsleiter Bruns.

Somit konnten die Gerüchte um eine Verknappung oder eine Verteuerung beim Holz in der Hildesheimer Region entkräftet werden.

Auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen können die Landesforsten eine kontinuierliche Belieferung mit Holzhackschnitzeln gewährleisten. Hierzu wurden verschiedene Lagerstätten in einem Umkreis von 80 bis 100 Kilometern rund um Hildesheim angelegt. Zudem verfügt die EVI auf ihrem Betriebsgelände auch über ein eigenes Lager für die Holzhackschnitzel. 

Projektleiter Uwe Auerswald führte die Gruppe anschließend durch das neue Kraftwerk. Die Anlage befindet sich derzeit im Probebetrieb und in den nächsten Tagen soll sie vom TÜV abgenommen werden. Bis zur Eröffnung am 23. November werden noch die Böden in der Leitstelle verlegt und die Außenfassade fertig gestellt.

Die Anlage ist nach FW 309-1 mit dem Primärenergiefaktor 0 zertifiziert und wurde in nur 10 Monaten Bauzeit fertig gestellt. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 13 Millionen Euro bei einer jährlichen CO2-Einsparung von 5 Tausend Tonnen.

Der geplante Jahres-Energieabsatz des neuen Holzheizkraftwerkes liegt bei 33 Millionen kWh Wärme. Die Niedersächsischen Landesforsten haben einen Vertrag über die Belieferung mit Holzhackschnitzeln mit der EVI Hildesheim geschlossen und garantieren neben der kontinuierlichen Belieferung höchste Qualitätsstandards bei den Hackschnitzeln. Jährlich werden 17.000 Tonnen Holzhackschnitzel verbraucht.

Die Betreiberin des neuen Holzheizkraftwerkes ist die Energiezukunft Hildesheim (EZHI). Die Niedersächsischen Landesforsten sind mit 25 Prozent gemeinsam mit den Stadtwerken Hameln (10 Prozent) und der EVI Energieversorgung Hildesheim (65 Prozent) an der Energiezukunft Hildesheim (EZHI) beteiligt.

Kommentare:

Ihr Kommentar: