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28.02.2017 0

Energielabel? - Was ist denn das?!

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Bestimmt haben Sie schon mal während Ihres Einkaufes im Elektronikgeschäft Ihres Vertrauens diese bunten Diagramme mit Buchstaben und mehreren Pluszeichen auf den Geräten gesehen.

Doch was hat es damit überhaupt auf sich?  

Diese „Diagramme“ bezeichnet man als „EU- Energie-Label“, und wie der Name schon sagt, wurde dieses Label in den 1990ern von der Europäischen Union eingeführt. Das Ziel war es, elektronische Geräte in Effizienzklassen zu unterteilen. Dabei unterschied man ursprünglich in sieben Klassen: von A, also grün und damit einem besonders geringem Energieverbrauch, bis G also rot und damit einem besonders hohen Energieverbrauch.

Eine Vielzahl von Produktgruppen müssen mit diesem Label ausgestattet werden. Beispielsweise Kühl- und Gefriergeräte, Staubsauger, Lampen, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Fernseher und noch diverse weiter Geräte. Im Laufe der Zeit wurden die Produkte immer energieeffizienter und damit neue Effizienzklassen eingeführt. Wenn damals das Label „A“ das non plus Ultra war, ist es heutzutage „A++“ oder sogar „A+++“. Im Gegenzug wurden dafür untere Effizienzklassen entfernt. So ging die Einteilung bis zum Label G – heute dagegen endet sie mit dem Buchstaben D. Damit sollte eine Vereinfachung und eine bessere Übersichtlichkeit der Energielabel erzielt werden. Allerdings führt dies heute auch zu Verwirrungen, da es nicht für alle Produktgruppen die gleiche Effizienzklasseneinteilung gibt. Beispielsweise ist bei Staubsaugern die Klasse „A“ die beste Klasse, bei Wäschetrocknern hingegen ist „A+++“ der Spitzenreiter.

Es werden jedoch nicht nur die Effizienzklassen angegeben, sondern auch der absolute Energieverbrauch des Gerätes. Also wie viel Kilowattstunden(kWh) das Gerät bei einer normalen Nutzung im Jahr verbraucht. Außerdem werden noch Angaben über Größe, Geräuschemission oder andere Zusatzinformationen in Form von Piktogrammen als bildliche Darstellung gemacht.

Was ist das Ziel dieses Labels und hat es eine Wirkung auf den Käufer?  

Vor Allem soll das EU-Energielabel für mehr Transparenz und zu einer verbesserten Vergleichbarkeit von Produkten innerhalb einer Produktgruppe sorgen. Dem Käufer soll somit die Entscheidung zum Kauf effizienterer Geräte erleichtert werden. Erreicht wird dadurch auch, dass Energiefresser keinen Einzug mehr in die Haushalte bekommen und der Geldbeutel der Verbraucher geschont wird.

Das Energielabel hat aber auch noch einen anderen positiven Begleitaspekt: Wenn Verbraucher vermehrt Rücksicht auf den Energieverbrauch eines Gerätes nehmen, sind die Hersteller im Gegenzug gezwungen den Energieverbrauch ihrer Produkte verstärkt zu reduzieren. Damit steigern Hersteller und Verbraucher gemeinsam die Energieeffizienz der Produkte und leisten damit einen Beitrag zur Erhaltung unsere Ressourcen und schützen die Umwelt.

Aktualisierung 22.03.2017:

Laut EU Beschluss sollen die Verbraucher zukünftig besonders energiesparende Geräte noch schneller erkennen können. Die EU plant die bisherige Kennzeichnung von Waschmaschinen, Kühlschränken oder Fernsehern  abzuschaffen und durch eine einfache Skala von A bis G zu ersetzen. Bis diese neuen Labels auf den Geräten zu finden sein werden, dauert es wohl noch gut zwei Jahre.

Über den Autor dieses Artikels 

Hallo! Mein Name ist Jobst Lichnowski, in den letzten 4 Wochen habe ich ein Praktikum bei der EVI Energieversorgung Hildesheim absolviert. Dabei konnte ich verschiedene Abteilungen des Unternehmens kennen lernen, die meiste Zeit war ich im Vertrieb und im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Währenddessen beschäftigte ich mich viel mit dem Thema Energie, insbesondere mit „Energielabeln“. Als Abschluss durfte ich dann diesen Blogartikel verfassen.

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