Paar beim Frühstück

Weil wir mit Ihnen
den Tag begrüßen.

04.04.2013 0

“Es gibt immer etwas Neues zu entdecken!”

Stipendiaten

Die EVI fördert Lena Bardusch mit dem Deutschland Stipendium. Das folgende Interview haben wir mit Frau Bardusch geführt:

Hallo Frau Bardusch. Sie sind die Studentin, die von der EVI in diesem Jahr mit dem Deutschlandstipendium gefördert wird. Können Sie sich kurz vorstellen?

Ja, das mache ich gerne. Mein Name ist Lena Bardusch, ich bin 24 Jahre alt und studiere im fünften Semester Architektur an der HAWK in Hildesheim. Ursprünglich komme ich aus einem kleinen Städtchen in der Nähe von Hameln. Dort leben auch meine Eltern und eine meiner beiden jüngeren Schwestern. Die ältere studiert seit letztem Oktober ebenfalls in Hildesheim, was mich sehr freut, da ich sie nun öfter sehen kann.

Sie leben in Hildesheim? Was finden Sie besonders an dieser Stadt?

Ja, seit 2010 also zum Beginn meines Architektur-Studiums, wohne ich in Hildesheim und habe mich inzwischen ganz gut eingelebt. Das Tolle an Hildesheim für mich: es gibt immer wieder Neues zu entdecken!

Sie studieren doch nicht nur den ganzen Tag. Was machen Sie in Ihrer Freizeit?

Meine Freizeit verbringe ich gerne mit meiner Familie und Freunden. Besonders gerne reise ich in das nähere und fernere Ausland, vorzugsweise ins spanischsprachige. Das kommt vermutlich daher, da ich nach dem Abitur ein Jahr als Au pair in Spanien gearbeitet habe, doch auch schon in der Schule gefiel mir die Sprache sehr. Seither zieht es mich immer wieder, mal mehr, mal weniger zufällig, in entsprechende Länder… später mehr dazu!

Was ist für Sie das Besondere am studentischen Leben an der HAWK Hildesheim?

Die meiste Zeit verbringe ich, wie meine Kommilitonen, mit dem Studium. Dabei genieße ich das studentische Leben innerhalb und außerhalb der Hochschule soweit es neben den Verpflichtungen möglich ist. Hierzu zählt für mich auch die Mitarbeit in Gremien und Vereinen, die das Studieren angenehmer machen. Ich engagiere mich daher im VestA e. V., einem studentischen Verein, der besondere Events, wie z.B. Public Viewings und Abschlussfeiern organisiert.

Das Architekturstudium ist nicht ohne, gerade in den ersten Semestern stehen eine ganze Reihe Klausuren und Ausarbeitungen an. Viel Zeit für Familie und Freunde bleibt da meist nicht. Auch die vorlesungsfreie Zeit, die eigentlich zum Erholen und für Praktika vorgesehen ist, muss größtenteils zum Arbeiten genutzt werden. Doch das Positive überwiegt auf jeden Fall.

Können Sie uns ein Highlight aus Ihrem Studium nennen?

Besonders gut gefallen mir die semesterbegleitenden Projekte, zahlreiche Workshops sowie die größeren und kleineren Exkursionen, die die Fakultät Bauen und Erhalten der HAWK Hildesheim anbietet. So hieß es für mich und eine Gruppe von Mitstudenten auf einem Workshop im September letzten Jahres zum Beispiel: „Auf den Spuren der Moderne“ in Breslau, Polen. Dort trafen wir uns mit Architekturstudenten unserer Partnerhochschule aus Krakau zum Austausch, gemeinsamem Arbeiten und Erkunden der Stadt.

Sie haben doch auch schon einen Wettbewerb gewonnen – oder?

Ja, das war ein weiteres tolles Ereignis! Aber den ersten Platz haben wir leider nicht gemacht. Das war der Ideenwettbewerb zum Alfelder Jugendtreff. Wie die anderen Teilnehmer auch erarbeiteten meine Kommilitonin Jacqueline Prescher und ich im Zweier-Team einen Entwurf. Unsere Idee sieht im Zuge der nötigen Modernisierung einen an die kleinteilige Umgebungsbebauung angepassten Anbau vor. Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden: 2 Platz im Wettbewerb!

Eben haben Sie die Exkursion nach Polen erwähnt. Es scheint mehrere Angebote für Studienreisen ins Ausland an der HAWK zu geben?

Da sind wirklich einige große Exkursionen! In den vergangenen Jahren besuchten höhere Semester unter anderem New York, Dubai und Südafrika. Dieses Jahr geht´s nach Kuba. Und die Landessprache ist Spanisch. Ich habe ja schon erzählt, dass ich fließend spanisch spreche und so habe ich habe einen Platz für diese Exkursion bekommen! Ich freu mich schon sehr auf die Reise und bin gespannt wie es wohl werden wird!

Frau Bardusch, Sie studieren jetzt zwei Semester mit dem Deutschland-Stipendium. Was bedeutet das für Sie?

Bisher ermöglichte mir mein Vater das Studium, welches in Niedersachsen auch aufgrund der derzeitigen Studiengebühren nicht gerade günstig ist. Um mir gelegentlich etwas zu gönnen arbeite ich nebenbei in einem Architekturbüro oder als studentische Hilfskraft.

Dank des Deutschland-Stipendiums, welches in meinem Fall zur Hälfte vom Bund und zur anderen von der EVI übernommen wird, kann ich meinen Vater nun deutlich entlasten. Darüber bin ich sehr froh und dankbar!

Wie viele Kommilitonen von Ihnen werden an der HAWK noch gefördert?

Ende November erfolgte die Stipendiums-Übergabe – seitdem bin ich eine der 49 Geförderten, das entspricht einem Prozent aller Studierenden der HAWK an den Standorten Hildesheim, Holzminden und Göttingen.

Was waren die Voraussetzungen, die Sie mitbringen müssten, um das Stipendium zu erhalten?

Neben einem guten Notendurchschnitt waren für die Vergabe auch das soziale Engagement und ehrenamtliche Tätigkeiten entscheidend. Womit ich nie gerechnet hätte: Hierbei kamen mir mein Mitwirken im VestA e.V. und meine Gremienarbeit im Fakultätsrat zugute. Im VestA e.V. organisiere ich in einer Studierenden-Gruppe Veranstaltungen und Abschlussfeiern. Im Juni dieses Jahres war beispielsweise die Fußball-EM Anlass für von uns organisiertes gemeinschaftliches Schauen der Deutschland-Spiele und auch zum Ende dieses Semesters möchten wir mit den Absolventen unserer Fakultät beim Winterball die bestandenen Abschlüsse feiern.

Wie kam dann die Partnerschaft zwischen Ihnen und der EVI zustande?

Die HAWK hat versucht möglichst zu den Stipendiaten passende Förderer zu finden. Diese Zusammenhänge können regional sein, so fördern beispielsweise Unternehmen aus der Region um Holzminden die Studierenden dort oder auch fachlicher Art sein. Dies trifft bei mir und der EVI beides zu. Sowohl der Standort als auch die Tätigkeitbereiche meines zukünftigen Berufs überschneiden sich mit denen der EVI, die mir somit nicht nur als Förderer sondern auch als Ansprechpartner und Berater vor Ort zur Seite stehen kann.

Haben Sie vorher schon einmal vom Engagement der EVI als Sponsor von studentischen Projekten gehört?

Die EVI und die HAWK, insbesondere die Fakultät Bauen und Erhalten sind einander keine Unbekannten. Gemeinsame Projekte mit den Master-Studierenden in den letzten Jahren haben gute Ergebnisse in der Zusammenarbeit ergeben. Beispiel hierfür ist das Projekt Zero-E-City, bei dem es um nachhaltige und anpassungsfähige Gebäude ging.

Aber auch außerhalb der Hochschule bietet die EVI für angehende Architekten und Ingenieure allerlei Interessantes, so z. B. Informationen zum Holzheizkraftwerk, Photovoltaik-Anlagen oder dem Energiesparhaus, welches einmal im Monat unter wechselnden Überthemen besichtig werden kann. Ich freue mich daher sehr mit der EVI Energieversorgung einen gut zu mir passenden Förderer zu haben, der mir beisteht!

Haben sie auch persönliche Ansprechpartner bei der EVI?

Die EVI war vom ersten Tag der Förderung an für mich ansprechbar. Bei der Übergabe der Stipendien lerne ich Katrin Groß kennen, die stellvertretend für die EVI gekommen war. Sofort war ein interessantes Gespräch über die bisherige Zusammenarbeit von EVI und HAWK im Gange. Hilfe, Informationen und Besichtigungen der EVI-Anlagen wurden mir entgegenkommend angeboten. An einem weiteren Termin, der für Januar ausgemacht war, lerne ich auch Sven Harmsen kennen.

Frau Bardusch, wir wünschen Ihnen ein spannendes Studienjahr mit der EVI und bedanken uns für dieses Interview.

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