Paar beim Frühstück

Weil wir mit Ihnen
den Tag begrüßen.

von Ekaterina Schridde 05.11.2018 0

Die EVI und die Stadt: „Herzlich Willkommen in Hildesheim!“

Bild

Zum „Gut ankommen“-Projekt bei der EVI gehört auch das Kennenlernen von Land und Leuten und so kam es dazu, dass wir im August an einem nicht allzu heißen aber sonnigen Tag an einer Stadtführung teilnehmen durften.

Am historischen Marktplatz angekommen, übernahm die Stadtmarketing-Mitarbeiterin Ilse Schrader gleich den Gesprächsfaden: „Wie viel Zeit haben wir? Eine Stunde? Dann müssen wir uns echt beeilen, wenn wir alles ablaufen wollen.“

Zum besseren Verständnis hält Ilse Schrader alte schwarz-weiß-Fotos des Marktplatzes hoch und fängt an zu erzählen. Vor 1.2.00 Jahren wurde die Bischofsstadt erbaut.  Heute gehören zwei ihrer Bauwerke, der Dom und St. Michael, zum UNESCO Weltkulturerbe (einige bekannte weitere Welterbestätten sind beispielsweise die Freiheitsstatue von New York, oder, in Deutschland der Kölner Dom oder die Wartburg).  Hildesheim wurde im 2. Weltkrieg massiv zerstört:  80 Prozent der Stadt lagen am Kriegsende in Schutt und Asche.  Der Wiederaufbau erfolgte. Auch der Marktplatz wurde komplett neu aufgebaut. So entstanden hier drei neue Fassaden, die zur Marktseite analog des früheren, historischen Marktplatzes wieder aufgebaut wurden. Es handelt sich dabei um das Hotel, die Sparkasse und das ehemalige Zunfthaus der Metzger, das Knochenhauer Amtshaus. Das letztere Gebäude besteht aus 400 Kubikmeter Eichenholz, ist 26 Meter hoch, hat sechs Etagen-Vorsprünge mit jeweils 50 cm Überstand. Das beeindruckende Haus beherbergt jetzt eine Gastronomie. Der Wochenmarkt auf dem Marktplatz findet übrigens jeden Mittwoch und Samstag statt.

Wir gehen weiter die Fußgängerzone entlang, welche 5,4 km lang ist und erfahren weitere spannende Dinge von Ilse Schrader, zum Beispiel, dass Hildesheim die Stadt der Kirchen ist, dass der umgestülpte Zuckerhut – die Kaffeerösterei und Schokoladenmanufaktur der Stadt – am Dienstag und Donnerstag die ganze Umgebung in einen köstlichen Duft eintaucht. Und dass der „Rosenaufdruck“ auf dem Boden vor dem Gebäude, sowie die Kachelminiaturen mit roten Rosen in der ganzen Stadt symbolisch für den 1.000-jährigen Rosenstock stehen, aber dazu kommen wir später nochmal...   

Der nächste Stopp ist die Andreaskirche. Diese verfügt mit 114,5 Metern über den höchsten begehbaren Kirchturm in Niedersachsen. Steigt man die 460 Stufen hoch, hat man den schönsten Ausblick über die Stadt. 

Wir gehen weiter zum Hildesheimer Dom. Dieser wird vom großen und kleinen Domplatz umringt. Die Bischofsweihe, das Großereignis in Hildesheim, stand da gerade bevor, wobei viele nationale und internationale Gäste angekündigt waren.

Am kleinen Domplatz befindet sich auch der bereits erwähnte Rosenstock. Es ist eine Hagebutten-Rosen-Art, die 14 Tage im Jahr in der Zeit zwischen Ende Mai und Anfang Juni blüht. Die Rosenstock-Legende ist dabei gleichzeitig die Entstehungsgeschichte der Stadt Hildesheim. Und noch während wir vor dem Bischofssitz stehen und uns das Modell mit dem Dom, den beiden Domplätzen, der Dombibliothek und dem Rosenstock anschauen, geht die Tür auf und wir können sogar einen Blick auf den neuen Hildesheimer Bischoff erhaschen.

Hildesheim ist aber auch die Stadt der Schulen, erzählt Ilse Schrader weiter, während wir uns dem Josephinum-Gymnasium nähern. Auch als Universitätsstandort hat die Stadt einen guten Ruf: 2017 lebten in Hildesheim 11.000 Studenten, erinnert sie sich.

Am Römer-Pelizaus-Museum vorbei, in dem die Lego-Ausstellung diesjährlich sehr viele Besucher angelockt hatte. Wir gehen geradeaus weiter, den Welterbe-Weg entlang. Wir gehen geradeaus weiter, den Welterbe-Weg entlang. „Wenn Sie einen herbstlichen Abend-Spaziergang machen, leuchten die in den Boden eingelassenen Lichtleisten und erhellen so den Weg“, schwärmt Frau Schrader ein wenig. Der ganze Welterbe-Weg dauert übrigens zwei Stunden. Die Rosen-Route ist mit drei Stunden noch etwas länger.

Jetzt befinden wir uns vor der Michaeliskirche. Diese wurde zwischen 1010 und 1033 errichtet und ist ganz untypisch wie eine Burganlage aufgebaut. Das architektonisch Besondere daran ist die Doppelchörigkeit der Anlage, die dadurch zwei Altäre beherbergt. Das künstlerisch Besondere daran ist die außergewöhnliche, unter anderem mit Lapis Lazuli, bemalte Holzdecke. So eine gibt es nur zwei Mal in ganz Europa und sie gehört ebenfalls zum Weltkulturerbe.

Unterwegs von St. Micheliskirche zum Magdalenengarten begegnen uns ganz viele Menschen. „Diese, so Ilse Schrader, wollen zum Einschulungs-Gottesdienst.“ Wie passend zur großen Kirchen- und Schulstadt! Und wie zum Beweis läuft uns Kollegin Dorothee Lemke über dem Weg, die gerade zur Einschulung ihres Patenkindes unterwegs ist…

Der Magdalenengarten hat drei Teile: Kräutergarten, Rosengarten und Streuobstwiese, die sich bis zum Weinberg erstreckt, der zum Weinkonvent Hildesheim gehört. Vom ehemaligen Kloster ist aber  leider nur noch der schöne Torbogen übrig geblieben.

Und schon geht es über die Wallanlagen, in deren Wassergraben man ganz wunderbar spazieren gehen kann, zurück zum Römerring, wobei uns die Stadtführerin noch zum Abschluss erzählt, warum die Straße so heißt: In den 60er Jahren, als die Ringe um die Stadt angelegt wurden, wurden die neuen Ringe nach den Stämmen benannt, die sich hier einst niederließen, und so kam es zu Römerring, Cheruskerring und Sachsenring.

 

Der „Gut ankommen“-Blog wird von Katharina Macke und Ekaterina Schridde im Zuge ihrer eigenen Einarbeitung bei der EVI Energieversorgung Hildesheim verfasst. Hier können Sie mehr über die Autorinnen erfahren:

Kommentare:

Ihr Kommentar: