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18.07.2014 0

Die EVI kauft Anteile der Stadtwerke Bad Salzdetfurth

Stadtwerke Geschäftsführer

Die Stadtwerke Bad Salzdetfurth und die EVI Energieversorgung Hildesheim haben im April 2011 eine Vertriebskooperation beim Erdgas- und Stromgeschäft geschlossen. Die Belieferung mit Energie seitens der EVI erfolgt seit 2013. „Diese Kooperation ist erfolgreich, richtig und ganz im Sinne von Bad Salzdetfurth. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt unserer Stadtwerke!

Wir müssen auch zukünftig konkurrenzfähig bleiben, um unseren Kunden akzeptable und marktfähige Preise anbieten zu können“, so Bürgermeister Erich Schaper.

Die gute Zusammenarbeit wird ab sofort noch intensiver. Der Rat der Stadt Bad Salzdetfurth hat am 10. Juli beschlossen, dass die EVI Energieversorgung Hildesheim Gesellschaftsanteile der Stadtwerke Bad Salzdetfurth GmbH in Höhe von 25,1 Prozent kaufen kann. „Mit dem Anteilsverkauf wird diese Kooperation in der Zukunft noch besser werden, weil wir durch die EVI zusätzliche Kompetenzen ins Haus holen“, so Schaper.

Thomas Kasten, der Kämmerer der Stadt Bad Salzdetfurth, freut sich über dieses Geschäft: „Zum einen stärken wir unsere Stadtwerke, zum anderen erzielen wir für den Anteil einen angemessenen Kaufpreis. “

Ab dem 1. Januar 2015 wird das Unternehmen Stadtwerke Bad Salzdetfurth GmbH dann die folgenden Anteilseigner haben: die Stadt Bad Salzdetfurth hält über ihr Tochterunternehmen, die Bäder Bad Salzdetfurth GmbH, dann 54,9 Prozent, die EVI Energieversorgung Hildesheim 25,1 Prozent und die Gemeinde Diekholzen ist nach wie vor mit 20 Prozent an den Stadtwerken Bad Salzdetfurth beteiligt.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 werden die Mitarbeiter des Unternehmens zu Mitarbeitern der EVI.

Bei den im Bäderbereich beschäftigten Personen ist eine Zusammenarbeit mit der VUB, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Hildesheim AG, das auch das Wasserparadies betreibt, geplant. Heiko Räther, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Salzdetfurth: „Die sichere Zukunft der langjährigen und verdienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Unternehmens war uns, aber auch den Partnern von der EVI, bei den Verhandlungen ein ganz besonderes Anliegen. Ich bin froh, sagen zu können, dass wir gute, einvernehmliche Lösungen gefunden haben und alle in eine gute Zukunft bei der EVI starten werden. “

Das Kundencenter der Stadtwerke in Bad Salzdetfurth bleibt bestehen. Michael Bosse-Arbogast, der Kaufmännische Geschäftsführer der EVI meint zu dem Thema: „Sie alle wissen, wie wichtig uns bei der EVI der direkte Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden ist. Selbstverständlich wird es auch in der Zukunft eine direkte Anlaufstelle in Bad Salzdetfurth geben.“

Was ändert sich durch die Kooperation und was bleibt so wie bisher?

Ab dem 1. Januar 2015 wird die EVI sämtliche kaufmännische Dienstleistungen für die Stadtwerke Bad Salzdetfurth übernehmen. Außerdem wird das Personal, wie oben beschrieben, zu dem genannten Zeitpunkt zur EVI wechseln.

Voraussichtlich ab dem 1. Januar 2016 sollen dann die derzeit etwa 4.500 Stromkunden zur EVI überführt werden. Dies geschieht erst zu diesem späteren Zeitpunkt, damit die Kundinnen und Kunden im Vorfeld gut informiert werden und die dafür notwendigen technischen Prozesse in Ruhe vorbereitet werden können.

Die etwa 4.500 Wasserkunden bleiben direkt Kunden der Stadtwerke Bad Salzdetfurth. „Unsere Trinkwasserversorgung geben wir nicht aus den Händen. Die Wassersparte bleibt unangetastet in Bad Salzdetfurth“, so Erich Schaper. „Und, ich möchte als weiteren Vorteil des Vertrages noch ergänzen, dass durch die nun zusätzlichen finanziellen Mittel ein wichtiger Schritt zur Zukunftssicherung des Betriebes der Bäder durch die Stadtwerke Bad Salzdetfurth getan ist. Wir alle wissen, dass die Bäder in Bad Salzdetfurth und Bodenburg ein wichtiger Standortfaktor in den Bereichen Sport und Freizeit in unserer Region sind.“

Der Energiemarkt unterliegt einem starken Wandel und dieser Entwicklung tragen die beiden Unternehmen mit diesem Schritt Rechnung.

Die Tatsache, dass einige Energieanbieter aber auch kommunale Stadtwerke diesen Wandel nicht überstanden haben oder sich in finanziell schwierigen Situationen befinden, ist kein Geheimnis. „Die direkte Vernetzung und Verzahnung dieser beiden Unternehmen durch die finanzielle Beteiligung der EVI einerseits und die Übernahme der Marktkommunikation der Stromkunden sowie der kaufmännischen Dienstleistungen andererseits ist im Rahmen der Existenzsicherung unseres kleineren Stadtwerks sehr sinnvoll“, sagt Heiko Räther. Michael Bosse-Arbogast ergänzt: „Die Prozesse können wir im Sinne der Kunden optimieren, Arbeitsplätze werden gesichert und personelle Kapazitäten besser ausgelastet. Wir haben viele Monate miteinander verhandelt, immer wieder diskutiert und gerechnet und herausgekommen ist ein wirklich guter Vertrag für alle Beteiligten, selbstverständlich einschließlich der Kunden. Bei diesem Vertrag gibt es nur Gewinner!“

Auch Jürgen Meier, Bürgermeister der Gemeinde Diekholzen befürwortet den Verkauf der Anteile der Stadtwerke Bad Salzdetfurth an die EVI und die gemeinsamen Zukunftspläne der beiden Unternehmen: „Die wirtschaftlichen und auch die sonstigen Rahmenbedingungen des Vertrages stimmen. Ich freue mich, dass wir diesen wichtigen Schritt für die Gemeinde Diekholzen noch kurz vor der Beendigung meiner Amtszeit gemeinsam gehen können und unser Rat diesem Vorschlag gestern Abend auch seine Zustimmung erteilt hat.“

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