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den Tag begrüßen.

01.07.2013 0

Kochen mit wilden Kräutern - Der erste Tag!

Sammlung wilder Kräuter

Am 22. und 23. Juni 2013 hat die EVI-Mitarbeiterin Susanne Hörhammer an dem Seminar „Kochen mit wilden Kräutern“ teilgenommen. Die Teilnehmerinnen haben unter der fachkundigen Anleitung von Renate Bergmann und Petra Siegert Wildkräuter gesammelt, und damit leckere Gerichte zubereitet. Dieses Wochenende fand im Rahmen der Kooperation der EVI mit dem Verein Hi-Land e.V. und der VHS Hildesheim statt. Susanne Hörhammer hat zu diesem Wochenende einen Bericht verfasst, hier kommt der erste Teil:

 Tag 1: Kochen mit wilden Kräutern – richtiges Sammeln will gelernt sein!

Wilde Kräuter

An unserem ersten Treffpunkt „Echt Schaf“ in Betheln angekommen, durften die ersten Kursteilnehmerinnen sogleich die Artenvielfalt im Vorgarten Renate Bergmanns, der Kursleiterin, bewundern. Petra Siegert, die zweite Kursleiterin war noch unterwegs, um zwei weitere Teilnehmerinnen am Bahnhof aufzusammeln.

Nachdem die Gruppe zusammen war, zog es uns bewaffnet mit Sammelkorb und mehreren Rosenscheren sogleich in das nah gelegene Landschaftsgebiet. Anders als in einem Naturschutzgebiete darf man hier die Früchte der Natur mitnehmen und weiterverarbeiten, erklärte uns Petra Siegert.

Und schon gleich kam der erste gute Tipp von Renate Bergmann, die übrigens seit über 40 Jahren im Käsegeschäft tätig ist: „Bitte achtet darauf, dass Ihr für das Sammeln stets entweder einen Jutebeutel oder besser noch einen Korb mitnehmt. In Plastikgefäßen gehen Euch die gesammelten Wildkräuter kaputt und Ihr wart umsonst sammeln.“, ergänzte Petra Siegert mit ihrer mehr als 15-jährigen Kräutererfahrung.

Als erste Station stand eine am Hang liegende Rosenhecke auf dem Plan. Einige von uns staunten nicht schlecht, wie lang diese war und hofften, dass wir  in unseren gemeinsamen Stunden nicht nur mit dieser Rosenhecke beschäftigt sein würden.

Als wir gerade die Hecke in Angriff nehmen wollten, rief Renate von vorne: „Hier sammeln wir nur die Blüten, und passt bitte auf, dass Ihr in keine Bienen oder Hummeln fasst.“, und zeigte uns, wie man die Blüten zart von ihren Stängeln zupft ohne sie zu beschädigen.

Unser Ergebnis konnte sich sehen lassen – eineinhalb Körbe in nur 20 Minuten!

Danach ging es weiter und drei von uns konnten sodann ihre Sprungkünste unter Beweis stellen, denn die nächsten Kräuter wie Sauerampfer, Klee, Löwenzahn, wilder Majoran (Dost), Salatrauke (Rucola) und Brennnesseln standen auf der anderen Seite eines kleinen Baches. Zum Glück ist keiner ins Wasser gefallen oder hatte sich beim Absprung verletzt.

Somit marschierte der restliche Trupp weiter und pflückte unterwegs noch einige Holunderblüten. Petra Siegert verriet hier, dass daraus ein Sirup hergestellt wird, den man herrlich für „Hugo“ verwenden könne.

Wer oder was Hugo ist wird später genauer erklärt!

Ziege

Nachdem alle wieder zusammen waren, zeigte uns Renate zum Abschluss einer sehr erfolgreichen Sammelaktion ihren Hof und berichtete, dass sie einst nur zwei Schafe gekauft hatte und sie heute über hundert Tiere besitzt, gefolgt von verschiedenen Hühnerrassen, Gänsen, Schweinen und Ziegen.

Und natürlich hat auch auf Renates Hof ein großes Wildkräuterparadies, in dem wir noch Giersch, Liebstöckel (Maggikraut) und Minzblätter sammeln konnten.

Unsere Ausbeute an diesem Nachmittag waren sieben volle Körbe. Was wir daraus alles machen konnten, war derzeit manchen sicherlich noch nicht ganz klar.

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