Die EVI bittet um besondere Leitungsspülungen bei unregelmäßiger Wasserabnahme

(vom 07.04.2020)

Aufgrund aktueller Anfragen an unser Unternehmen informieren wir Sie darüber, dass die Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich ist.

Das hat das Umweltbundesamt in einer Stellungnahme vom 12. März 2020 mitgeteilt. https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/trinkwasser/rechtliche-grundlagen-empfehlungen-regelwerk/empfehlungen-stellungnahmen-zu-trinkwasser

Dort wird betont, dass „Trinkwässer, die unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werden, sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt sind. Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.“

Wichtig ist, die Trinkwasserhygiene besonders dort im Blick zu behalten, wo derzeit aufgrund von Schließungen keine regelmäßige Wasserentnahme stattfindet. Hier gelten die Empfehlungen des Bundesindustrieverbandes Technische Gebäudeausrüstung e.V. (BTGA), der Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. (figawa) sowie des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima.

Diese gemeinsame Verbändeempfehlung soll zur Erhaltung der Trinkwasserqualität innerhalb der Trinkwasser-Installation im Falle von Betriebsstilllegungen und Quarantäne zur Hilfe dienen.

Die folgenden Maßnahmen werden dort empfohlen:

  1. Primär sollte die Hygiene des Trinkwassers in Trinkwasser-Installationen in allen Gebäudetypen durch einen bestimmungsgemäßen Betrieb (normale Nutzung) gewährleistet werden.
  2. Ist die normale Nutzung, also der bestimmungsgemäße Betrieb nicht gewährleistet, so müssen Trinkwasser-Installationen mit Hilfe eines Spülplans für die Übergangszeit betrieben werden.
  3. Ist die Umsetzung eines solchen Spülplans nicht möglich, sollte die Trinkwasser-Installation an der Hauptabsperreinrichtung abgesperrt und die Trinkwasser- Installation mit allen Komponenten (Trinkwasser kalt und warm) vorübergehend außer Betrieb gesetzt werden.

Der Spülplan sieht vor, dass zur Aufrechterhaltung des bestimmungsgemäßen Betriebs mindestens alle 72 Stunden an allen Entnahmestellen Trinkwasser (kalt und warm) veranlasst oder automatisiert zu entnehmen ist. Für große Liegenschaften, wie beispielsweise Sport- und Eventanlagen, Stadien, Konzert- und Messehallen sollten entsprechende Pläne aufgrund der ohnehin wechselnden Nutzung bereits vorliegen.

Diese Empfehlungen ersetzen nicht die Vorgaben der kommunalen Gesundheitsämter bezüglich der Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserhygiene gemäß Trinkwasserverordnung. Diese gelten weiterhin.

Für die möglicherweise erforderliche Wiederinbetriebnahme der Trinkwasser-Installation sind die Anforderungen aus den allgemein anerkannten Regeln der Technik (EN 806, DIN 1988) zu beachten. Hier ist darauf zu achten, dass entsprechend der Stillstandzeiten und der zu erwartenden potentiellen Belastung die entsprechenden Spülmaßnahmen bei Wiederinbetriebnahme eingehalten werden. Eine Untersuchung des Trinkwassers in untersuchungspflichtigen Anlagen ist bei Wiederinbetriebnahme zu empfehlen.

Zu allen Fragen rund Wiederinbetriebnahme oder zur Trinkwasserqualität steht Ihnen die EVI Netzleitstelle unter +49 (0) 5121 / 508 - 301 zur Verfügung.

zurück

Kontakt

Haben Sie allgemeine Anfragen zur EVI Energieversorgung Hildesheim?

Sie erreichen uns unter
+ 49 (0) 5121 508 - 333

Beschwerden und Kritik

Für Kritik oder Beschwerden zum Netzbetrieb der EVI können Sie die folgende E-Mail Adresse verwenden:

beschwerde.netz@evi-hildesheim.de

Störungen

Strom:

+49 (0) 5121 508 - 300

Erdgas/Wasser:

+49 (0) 5121 508 - 301